„Ich freu‘ mich drauf, mich zu Hause zu beweisen“

13.07.2014
von Susi Weber

Noch nicht so richtig optimal lief es für Langbahn-Weltmeister Richard Speiser in der ersten Saisonhälfte. Am kommenden Wochenende steht für den 27-jährigen Börwanger nun der zweite Grand-Prix, Ende Juli das Heimrennen in Memmingen auf dem Programm.

 

tl_files/content/News/2013/20140713.jpgSo ganz ist Richard Speiser in diesem Jahr noch nicht „in die Gänge“ gekommen. Die Dreifach-Belastung Beruf, Sport und Motorentuning für sich und andere fordert Tribut. „Die Tage dürften im Moment gerne auch doppelt so lange sein“, sagt er. Zumal am kommenden Wochenende mit dem zweiten Lauf zur Langbahn-Weltmeisterschaft in Marmande/Frankreich ein wichtiger Prüfstein aussteht, der gemeistert werden will, um in der WM noch ein Wörtchen mitreden zu können. „Den Auftakt in Herxheim hatte ich mir anders vorgestellt“, erklärt Speiser. In der Pfalz, vor 16500 Zuschauern, kam Speiser an Christi Himmelfahrt nicht über einen elften Platz hinaus: „In den ersten beiden Vorläufen hatte ich Probleme, den zweiten Gang einzulegen, im dritten versagte dann noch der Motor. Ein Laufsieg und ein vierter Platz reichten danach nicht mehr fürs Halbfinale.“ Zusammengefasst war dies sicherlich kein Auftakt nach Maß – nach einem Sieg bei einem offenen Rennen in Lübbenau.

 

Auf Herxheim folgte Bielefeld und mit Platz fünf die sichere Qualifikation ins WM-Challenge in Marienbad, wo im August drei Plätze für die Langbahn-WM 2015 ausgefahren werden. „Sollte man als Fahrer der diesjährigen Weltmeisterschaft nicht unter die besten Acht kommen, ist das Challenge sozusagen eine zweite Chance“, erklärt Speiser. Der derzeit WM-Elfte will allerdings alles dafür tun, dass die „Sicherheitskarte“ gar nicht erst gezogen werden muss: „Das heißt auch, jetzt in Marmande richtig Gas zu geben.“  2011 schaffte er es dort schon einmal auf einen vierten Platz. 2013 lief es – verletzungsbedingt – nicht ganz so gut. Doch sowohl davon als auch von der Tatsache, dass Speiser erst jüngst beim Grasbahn-EM-Finale in St. Macaire/Frankreich nach einem von Stephan Katt ausgelösten „Auffahrunfall“ spektakulär stürzte und aufgeben musste, lässt sich Speiser nicht demoralisieren: „Ich werde mich auf die vier ausstehenden Grand Prix konzentrieren – und will da so weit wie möglich nach vorne. Schließlich war auch 2013 anfangs kein Traumjahr – und dennoch konnte ich am Ende den Deutschland Grand Prix gewinnen.“

 

Gewinnen, oder zumindest recht weit vorne mitmischen, möchte Speiser auch bei seinem Heimrennen in Memmingen am 27. Juli: „Ich freu mich drauf, mich zu Hause zu beweisen. Memmingen ist schließlich nur alle zwei Jahre und ein Rennen mit vielen Freunden und Bekannten an der Strecke. Und es ist in diesem Jahr auch gleichzeitig die Abschiedsveranstaltung für meinen Clubkameraden Tommy Kunert.“ Beim AMC Memmingen ist derweil schon Hochbetrieb angesagt: Die Vorbereitungen sind in vollem Gange und am kommenden Wochenende wird die Bahn für das Motorradspektakel unweit des Airport Memmingen aufgebaut.

 

Info: Rennbeginn am 27. Juli ist um 13.30 Uhr, das Training startet um 10 Uhr. Weitere Informationen können unter www.amc-memmingen.de abgerufen werden.

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